Auswärtssieg gegen St. Gallen

In einem gut gefüllten Stadion Espenmoos stieg das letzte Spiel in der Barrage. Die Gäste aus Solothurn spielten frei auf und dominierten in der ersten Halbzeit die Einheimischen nach Belieben. “Es war wohl eine der besten ersten Halbzeiten meines Teams überhaupt”, resümierte Derendingens Trainer Urs Bachmann nach der Partie dann auch.

 

Noch vor einem Jahr war Derendingen in der Barrage hoffnungslos überfordert und konnte mit Niederlagen nicht umgehen. Man war nach einer makellosen Saison zu erfolgsverwöhnt. Dieser Lerneffekt schien nachhaltig gewesen zu sein: “Wir wussten damals nicht, was es bedeutet zu verlieren”, so Bachmann weiter. Heute war dies anders. Man glaubte daran, am Ende mit einem Zweitore-Vorsprung den Aufstieg zu realisieren. Nach 25 Minuten war der erste Schritt dazu getan. Über Simone Zahno wurde die Abwehr ausgespielt und Corinna Saladin brachte Derendingen souverän in Führung. Nur gerade drei Minuten später erhöhte Michèle Bucher auf 0:2. St. Gallen wehrte sich nach Kräften, fand aber gegen die Gegnerinnen kein Mittel und wurde vor dem gegnerischen Tor kaum gefährlich. Mit dem 0:3 von Nadine Scheidegger kurz vor der Pause schien das Schicksal des FCSG bereits besiegelt. Das sahen wohl auch die Spielerinnen von Naldi so, flossen doch die Tränen bereits beim Gang in die Kabinen.

 

Wer erwartete, dass St. Gallen in der zweiten Spielhälfte mehr Druck nach vorne machen würde, sah sich getäuscht. Erst nach gut einer Stunde kam vor dem Tor von Martina Rytz so etwas wie Gefahr auf. Die Partie wurde immer gehässiger, die Fouls auf beiden Seiten häuften sich. Der einzige Treffer für St. Gallen ergab sich dann wenig erstaunlich aus einem Standard. Jasmin Schweer konnte nach einem Elfmeter den Nachschuss zum Ehrentreffer für St. Gallen verwandeln. Zu mehr reichte es dann nicht. Derendingen schaffte es, den nötigen Vorsprung zu erzielen und St. Gallen aufgrund des Torverhältnisses in die Nationalliga B zu befördern.